Was bedeutet Grünes Hosting und warum zahlt es sich aus?

Was ist grünes Hosting?

Server, auf denen Webseiten und andere Applikationen gehostet werden, verbrauchen große Mengen an Strom. Jeder und jede, der:die eine Website betreibt, kann sich gegen diesen großen Stromverbrauch entscheiden und zu grünem Hosting greifen. Das umweltbewusste, grüne Webhosting ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Bedenke: Die Server in Hintergrund laufen pausenlos, damit die Website jederzeit verfügbar ist und von überall abgerufen werden kann.

Mit der Anzahl der Websites im Internet steigt auch die Menge an CO2, das dadurch produziert wird. Grünes Webhosting ist eine Gegenmaßnahme zu herkömmlichem Hosting und stellt eine gute Alternative zu stromfressenden Servern dar. Genauer gesagt ist grünes Webhosting das Angebot von energieeffizientem, umweltfreundlichem Speicher im Internet.

Doch wie genau kann man sicherstellen, dass diese Art von Hosting nicht auch umweltschädlich ist? Zuallererst wird beim grünen Hosting die Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft, Windkraft oder Solaranlagen bezogen. Außerdem setzen viele Hostingunternehmen auch auf eine aktive Umweltstrategie und benutzen ihre Einnahmen, um erneuerbare Energiequellen auszubauen oder zu unterstützen. Für dich als Endkunde:in macht grünes Hosting kaum einen Unterschied – je nach Unternehmen kann es sogar sein, dass du bei einem grünen Hosting weniger zahlst als zuvor.

Übrigens: Der Anteil an erneuerbaren Energien wächst von Jahr zu Jahr. Besonders Österreich sticht mit hohen Investitionen in den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen hervor (siehe Abbildung 1).

Grafik Ländervergleich der Energiearten
Abbildung 1: Prozentsatz der erneuerbaren Energiequellen, Ländervergleich. Quelle: https://ourworldindata.org/renewable-energy

Woran erkennt man einen gutes Hostingunternehmen?

Ein gutes Hostingunternehmen stellt klar und deutlich dar, welche Art von Ökostrom es benutzt und wie dieser Strom hergestellt wurde. Je nach deinen Vorlieben kannst du dann bei der Wahl des Unternehmens zum Beispiel einen Schwerpunkt auf regionale Erzeugung legen. Bestenfalls findest du alle Informationen dazu gut gegliedert und leicht verständlich auf der Webseite des Unternehmens. Oft wird auch das Unternehmen genannt, das den Strom liefert, sodass du dir auch dazu ein Bild machen kannst. Das Stichwort hierzu lautet Transparenz.

Neben der Stromgewinnung gibt es auch noch andere Punkte, die es zu beachten gibt, beispielsweise die Energieeffizienz der Hard-, und Software. Neue, aktuelle Hardware verbraucht nämlich im Vergleich zu alten Geräten weniger Strom bei derselben Leistung. Hierfür gibt es den sogenannten PUE-Wert. Der Power Usage Effectiveness (PUE) Wert beschreibt die Energieeffizienz eines Rechenzentrums, genauer gesagt soll dieser Wert beschreiben, ob die zugeführte Energie in einem Rechenzentrum effizient verbraucht wird. Es gilt: Je näher sich der Wert an 1,0 annähert, desto besser ist die Energiebilanz. Besonders die Kühlung der Hardware braucht viel Energie. Je nach der herrschenden Umgebungstemperatur kann die Kühlung bis zu einem Drittel des Energieverbrauchs beanspruchen.

Obwohl die neueste Hardware am effizientesten arbeitet, sollte man vermeiden, funktionsfähige Geräte vorschnell zu entsorgen. Hier gilt es, die richtige Balance zwischen Müllvermeidung und Energieeffizienz zu finden. Die Anschaffung neuer Geräte ist nämlich immer mit dem Einsatz von Rohstoffen sowie der Entsorgung der alten Hardware verbunden. Bestenfalls wird die alte Hardware richtig recycelt, wenn sie schon entsorgt werden muss. Auch bei der Herstellung der neuen Hardware gibt es Möglichkeiten, sie umweltschonend zu gestalten und beispielsweise recycelte Rohstoffe einzusetzen.

Auch das sonstige Engagement des Unternehmens in Umweltthemen kann Aufschluss über einen guten Host geben. Beobachte, wie sich so ein Unternehmen beispielsweise in den sozialen Medien selbst darstellt und du wirst ein Gefühl dafür bekommen, ob der Umweltschutz ernst gemeint ist oder nur zu Greenwashing Zwecken angeführt wird. Auch grüne Zertifikate können dabei helfen – diese bescheinigen die Produktion von Ökostrom.

Kurz zusammengefasst sind folgende Punkte ausschlaggebend:

  • Die Verwendung von Ökostrom und eindeutige Nachweise dazu,
  • Energieeffizienz der Hardware (und Software) – ist leider als Endkunde:in nur schwer nachzuvollziehen!
  • Sachgerechtes Recycling von alter Hardware sowie
  • Generelles Engagement des Unternehmens in den Umweltschutz – nachzuweisen beispielsweise durch Investitionen, Projekte, Zertifikate, …

Macht grünes Hosting Sinn?

Grünes Hosting hat zahlreiche Vorteile:

  • Es ist gut für die Umwelt: Du reduzierst damit deinen CO2-Fußabdruck.
  • Oftmals preiswerter als herkömmliches Hosting: Durch den geringeren Stromverbrauch können auch attraktivere Preise angeboten werden.
  • Als Verkaufsargument: Umweltschutz ist nicht nur wichtig, sondern auch gewinnbringend.

Welche grünen Hosting-Provider gibt es?

 

Auch Webtimism nutzt Ökostrom! Wir empfehlen den Provider Greensta.

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Quellen

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